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„Waldtraut Friedrich – Gedächtnispreis“

Das „14. Trakehner Rennen“ am 26. September 2021 auf der Waldrennbahn Mannheim-Seckenheim ist meiner Mutter Waldtraut Friedrich gewidmet.


Frau Waldtraut Friedrich † beäugt die Pferde kritisch vom Zaun aus

Sie wurde am 01.07.1921 in Ostpreußen in Stannen, Kreis Gumbinnen, geboren und trug den Spitznamen „Kosack“. In ihrer Jugend war sie in Ostpreußen eine bekannte Reiterin und eine regelmäßige Besucherin (genannt: Walle) des berühmten Insterburger Turniers auf den Insterburger Wiesen. Auf ihrem Hof wurden etwa 100 Pferde gehalten.

Durch ihren saarländischen Vater, einem Gymnasial-Direktor, kam sie in Europa sehr viel umher und lernte viele Städte kennen. Erst im Oktober 1944 ist sie aus Ostpreußen unter Zurücklassung aller Tiere mit Kutsche, vier Pferden, ihrer Mutter und Großmutter gen Westen geflüchtet. Die Flucht führte über die Tschechoslowakei nach Untermerzbach in Bayern. Die lange und mühsame Fahrt war ihr durch ihre Flucht im Sommer 1945 bekannt.

Durch die Übernahme eines erkranken Pferdes durch den Chef des Hofes der Fa. Jägermeister lernte sie bereits damals meine spätere Universitätsgegend von Würzburg kennen.

Am 20. Januar 1950 heiratete sie meinen Vater, der 1982 die erste künstliche Besamung beim Pferd weltweit durchführte. 1983 kam das erste Fohlen aus KB (TG-Samen) zur Welt. Dieses wurde zweijährig 1985 von Dr. Eberhard von Velsen-Zerweck für die Körung in Neumünster ausgewählt: Ferrum wurde als das erste Produkt einer künstlichen Besamung gekört. Erst am 01.11.2013 verstarb sie morgens und danke Erhard Schulte, der anlässlich ihrer Beisetzung am 06.11.2013 die Trauerrede hielt.


Trakehner